Nachrichten aus dem Ausland!
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 27. Juni, 2004 Wetter= Zunehmend bewölkt Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 177 News= Ein Bericht über eine noch nicht
veröffentliche Studie der Universität Zürich war in der Zeitung zu lesen. Die
Forscher haben 771 Kleinkindern im Alter von zwei Jahren untersucht, zwar in
ihrem Mund: Karies. Das Resulat war bedenklich. Jedes vierte Kind hat bereits
Karies, bevor die Zähne durchgebrochen sind, und beim jeden achten haben sie
Karies im fortgeschrittenen Stadium mit Löchern gefunden. Die Ursache sind
zuckerhaltige Süssigkeiten. Die Kinder essen zu viel Bonbons oder Kaugumis mit
Zucker, die lange Zeit im Mund bleiben, oder putzen sich die Zähne nicht
regelmässig mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Ich habe auch einen Komplex,
wenn es um im Mund geht. Seit meiner Kindheit habe ich immer viele Löcher im
Mund. Die Zähne meines Mannes hingegen sind so schön. Deshalb hatte ich
geglaubt, kein Schweizer kennt die Karies. Die Schweizer Krankenkasse bezahlt
nicht für die Zahnbehandlung. Die spezielle Versicherung dafür ist sehr teuer,
kaum einer versichert sich deshalb dagegen. Bei der Zahnbehandlung werden
zweijährige Kinder unter Vollnarkose gesetzt, weil sie nicht so lange stillhalten
könnten. So können die Kosten zuweilen bis auf 3000 Franken steigen. Viele
Eltern bringen ihre Kinder deshalb nicht zur Behandlung, obwohl sie wissen,
dass ihre Kinder Karies haben. In Zukunft muss nicht nur mit Eltern sondern
auch mit den Kinderärzten, Erzieherinnen in der Krippe und die Mütter- und
Väterberaterinnen enger gearbeitet werden. Ich meinerseits kriege immer weniger
Karies in den letzten Jahren. Als ich das meinem Zahnarzt sagte, erwiderte er
darauf: Je älter man wird, desto weniger kriegt man sie. Soll ich mich darüber
freuen, oder soll ich daüber trauern...? | |
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Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 21. Juni, 2004 Wetter= Grosse weisse Wolken unter dem blauen Himmel. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 176 News= Wenn Sie vom täglichen Stau genug
haben, benützen Sie in Zukunft unbedingt das System: Car Pooling. Es ist etwas
anders als Car Sharing. Greifen Sie per SMS oder Internet auf die Datenbank mit
den Daten von zahlreichen Fahrern, die täglich meistens den gleichen Weg fahren
(z.B. Arbeitsweg), zu, kriegen Sie sofort Bescheid, ob jemand Sie mitfahren
kann oder andernfalls welcher öffentliche Verkehr Ihnen passt. Bei der
Anmeldung können Sie auch Ihren Geschmack mitteilen, so dass vermieden wird,
dass zwei Fans verschiedener Fussballclubs in einem Auto beispielsweise zu
einem Fussballmatch fahren müssen. Bei der Stosszeit sitzt meistens nur einer,
nämlich der Fahrer, alleine im Auto, obwohl es für vier oder fünf Plätze
anbietet. Laut dem Entwicklungs-Verantwortlichen dises Systems macht die Zahl
solcher Autos 93% vom gesamten Verkehr aus. Er rechnet auch, dass die Staus an
Stosszeiten von Zürich verschwinden wird, wenn jede siebter davon entweder die
öffentlichen Verkehr benützen oder noch jemanden mitfähren würde. Die
Luftqualität würde auch markant steigen. Die EU entwicklt ebenfalls
Computerprogramme für solches System. Aber für die Umsetzung braucht man noch
Investoren. Ich hoffe, jemand hebt die Hand hoch, zwar so schnell wie möglich. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 15. Juni, 2004 Wetter= Dieser Morgen ist von weißen Wolken bedeckt,
blasse Schatten. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 175 News= Letzte Woche habe ich vergessen, mich zu
entschuldigen. Ich habe wie letztes Jahr eine Woche lang einen Ferienkurs für
gehörlosen Senioren begleitet. Diesmal möchte ich Ihnen darüber berichten. ***
Die Reisedistination von diesem Jahr war das Sonnenland der Schweiz: Das
Tessin. Aus unserem Hotel, das über 200m von Locarno am Lago Maggiore steht,
sieht man viele Palmbäume unter den Augen. Die Lufttemperatur lag jeden Tag um
30 ‹C, so wollte am Nachmittag der letzten Tage niemand mehr ausgehen. Viele
Teilnehmer kannte ich bereits von letztem Jahr, einige New-commers waren auch
alle aufgeschlossen, mit den Senioren und Begleitern dufte ich lustige Tage
verbracht. Meine Gebärdensprache ist im Vergleich zum letzten Mal viel besser
geworden, doch noch lange nicht genügend, um die Konversation zwischen
Gehörlosen zu verstehen. Eines habe ich doch Interessantes erlebt. Eines
Morgens habe ich mit einer kleinen Gruppe den Markt in Luino (I) besucht. Als
ich dort mit einem gehörlosen jungen Begleiter (sehr wertvoll!) gebärdend durch
den Markt gebummelt bin, wurden wir von einem vorbeigehenden Paar angesprochen.
Wie wir, war der Italiener gehörlos und seine Begleiterin hörende. Beide Männer
scheinen sich mit Gebärdensprache irgendwie verständigen, aber ich habe ihr
Italienisch natürlich überhaupt nicht verstanden. Vielleicht mit
Gebärdensprache hätte ich sie besser verstehen können. Wenn wir in der Stadt
mit Gebärdensprache kommunizieren,
merke ich, dass die Leute uns zuschauen. Aber das ist gut so. Die Gehörlosen
sind versteckte Behinderte. Sie sollen mehr in die Öffentlichkeit auftreten.
Die Angestellte unseres Hotels haben auch Gebärdensprache für ‚Kaffeef, ‚Teef
und ‚essenf gelernt. Ich wünsche, dass die Gehörlosen immer mehr in Kontakt mit
Hörenden (oder umgekehrt) kommen. |
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Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 31. Mai, 2004 Wetter= Leider leider regnerisch. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 174 News= Heute ist Pfingstmontag. Da wir heute
auch noch frei haben, machten wir gestern mit dem Auto einen Ausflug, was wir
schon lange nicht mehr gemacht haben. Das Ziel war der Jura, wo Frau Akiko
Marquis wohnt und gleichzeitig unser Lieblingsgebiet ist. Grüne Hügel mit
Tannenwäldern; alt und ländliche Dörfer entlang der Straße. Wahrscheinlich
besuchen die Touristen, die eigens aus Japan in die Schweiz gekommen sind,
nicht das Juragebiet, aber hier bleibt alles noch so einfach wie jenes Dorf, wo
unsere Heidi aufgewachsen ist. Wenn Sie über genug Zeit verfügen, empfehle ich
Ihnen, das Gebiet unbedingt zu besuchen. Die Reise kann sicher Frau Akiko
Marquis für Sie führen. Ich selber möchte gern eine andere Führung übernehmen.
Am nächsten Freitag wird eine Bar in Zürich eröffnet. Diese Bar ist ganz wenig
besonders: Hier ist ein Treffpunkt für die gehörlosen Menschen. Natürlich
können die Bar auch von den normalen Hörenden besucht werden. Der Initiant ist
mein Gebärdensprachelehrer. Er ist auch gehörlos und kann problemlos mit uns
kommunizieren. Diese Bar für Gehörlose, genannt Focus-5 Lounge & Bar, ist
jeden Freitag ab 20:00 an der Metzgergasse 3 in der Zürcher Altstadt für uns
offen. Wenn Sie denken, >Ich will auch einmal hineingucken, aber nicht
alleine...<, nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Besuchen wir die Bar zusammen!! |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 23. Mai, 2004 Wetter= Trotz der niedrigen Temperatur schoen. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 173 News= Als der Großvater einer Japanerin ein paar Fotos mit gruenen Felder von der Schweiz sah, sagte er: >>Ach, in der Schweiz gibt es so viele Golfplaetze!<< ... Na ja, warum nicht? In der Schweiz sieht man wirklich ueberall Gruen. Zwischen Waeldern erstrecken sich die gruenen Weiden, auch die Felder, die wie ein Patchwork aussehen, sind idyllisch schoen. Aber... Deswegen heißt es doch lange nicht, dass das Maerchenland ein ‚naturnahesf Land ist. Laut einer Forschung, die der Schweizer Vogelschutz neulich veroeffentlicht hat, seien 40 Prozent der gesamten Brutvogelarten in der Schweiz stark gefaehrdet. Als ich das erfuhr, bekam ich einen Gewissensbiß: Ach, wegen unseres Katers Mogli... In der Tat liegt jedoch der Grund an der Umweltzerstoerung durch die Herstellung der Kulturlandschaft. Die Schweiz ist eigentlich ein Land der Umweltschuetz, aber das Budget ist vor den roten Zahlen in der Staatskasse stark reduziert worden. Von vielen Baeumen umringt, leben in unserer
Umgebung zahlreiche Voegel. Am Morgengrauen hoert man sage und schreibe ein
Vogelgesang-Konzert. Auf einem Ast vor dem Haus oder sogar auf einem Balkon,
dessen Besitzer wochenlang abwesend war, findet man auch ein Vogelnest. So hat
mich diese Nachricht schon etwas ueberrascht. Ohne von Menschen beachtet zu
weden, aber jedoch durch die Tat der Menschen verschwinden viele Lebewesen mit
unheimlicher Geschwindigkeit aus der Erde. |
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Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 17. Mai, 2004?? Wetter= Am Morgen schon schones Wetter. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 172 News= Am letzten Samstag fand der alljahrige
Eurovision Song Contest im turkischen Istanbuhl statt. Die bekannte Gruppe
?ABBAf wurde in diesem Contest gefunden. Durch die Spaltung eines Staates etwa
wurde die Anzahl der europaischen Lander immer groser, infolgedessen nehmen
auch immer mehr Lander am Contest teil. Nun wurde dieses Jahr zum ersten Mal
die Halbfinal-Ausscheidung eingefuhrt. Die Schweiz, die sich jedes Jahr nur
wenige Punkte zu erringen vermag, muste auch daran teilnehmen. Der Vertreter
der Schweiz heisen Piero & The Musicstars. Piero war einer der Best 3 von
?Music Starf (siehe Ausland-Nachrichten No. 161). Weil sein Lied allzu einfach
war, oder weil hier irgendwelche politischen Hintergedanken mitgewirkt haben,
scheiterten er und seine Freunde als einziges Land von 22 Mitbewerbern mit Null
Punkt an der Vorausscheidung. Vor dieser alljahrigen Demutigung uberlegt sich
die Schweiz nun, ob sie, wie Italien, in Zukunft auf die Teilnahme am Contest
vollig verzichten soll. Das Resultat von vorgestern: Entgegengesetzt unserer
Meinung gewann Ukraina mit dem Titel ?Wild Dancef ? genau wie der Titel mit
wildem Outfit, Dance und Lied. Das Lied wirkt sicher interessant im Fernsehen,
aber wenn man es im Radio hort, wird es kaum beachtet werden. Das Votum kommen
von Zuschauern sowie Fachleuten aus den Landern, die am Halb- und grosen Final
teilgenommen haben. Wenn wir die Verteilung der Punkte beobachten, konnen wir
aber nicht glauben, das sie nur das Lied bewertet und dementsprechend ihre
Punkte gegeben haben. Nach dem Contest hort man immer wieder die Stimme, die
behauptet, das die Schweiz sich politisch mehr aufschliesen soll. |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 09. Mai, 2004?? Wetter= Wieder zuruck in den Winter. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 171 News= Die Schweiz: Ein Reiches Land. Ein
schones Land. Diese Bezeichnungen konnen bald der Vergangenheit gehoren. Vor 15
Jahren, als ich in die Schweiz kam, beschwerten sich die Schweizer bereits,
<vor einigen Jahren war kein Abfall am Rand der Strassen zu sehen, aber
heute...>. Der Abfallkrieg auf der Strasse und im Park von heute mag sich
allerdings mit damals nicht mehr vergleichen lassen. Ein Grund liegt sicher an
betrachtlicher Zunahme der Fastfoodindustrie. Auf die Immigranten kann man
nicht alle Schuld abwalzen. Auf der andern Seite wird laut einer Untersuchung,
die ein Lausanner Institut alljahrlich im Fruhjahr publiziert, die
Wettbewerbsfahigkeit der Schweiz immer schlechter. Dieses Jahr verpasste die
Schweiz, die sich auf der Rangliste nur noch Platz 14 behaupten konnte, zum
ersten Mal einen Platz in Best 10. Laut ist die Meinung, die Ursachen der
allmahlichen, aber bestimmt fortschreitenden Verschlechterung der
Wettbewerbsfahigkeit lagen an der politischen und wirtschaftlichen Struktur der
Schweiz. Auch von der EU hort man die gleiche Meinung. Sie prophezeit, dass die
Schweiz weiter zuruckgeht, wenn sie fruhzeitig keine Reform ergreifen wurde.
Die ersten 10 Lander der Rangliste sind: 1. USA, 2. Singapur, 3. Kanada, 4.
Australien, 5. island, 6. Hongkong, 7. Danemark, 8. Finnland, 9. Luxemburg, 10.
Irland. Ja, da findet man auch den Name <Japan> nicht..... |
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Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 03. Mai, 2004?? Wetter= In den letzten Tagen ist der Himmel immer etwas
bedeckt. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 170 News= In der Schweiz gehen im Vergleich zu
japansichen Verhaltnissen sehr wenig Menschen in die Uni. In den lezten Jahren
steigt jedoch die Zahl der Kinder standig, die nach der Aufnahme ans Gymnasium
streben. Genauer gesagt die Zahl der Eltern. Immer mehr Eltern glauben daran,
dass eine gute berufliche Karriere eine gute Ausbildung benotigt. Kinder, die
nicht das Niveau des Gymnasiums erreichen, besuchen die Sekunderschule, in der
sie einen Beruf erlernen. Diese Schule geniesst aber heute keinen guten Ruf. So
wollen immer mehr Eltern ihr Kind unbedingt ans Gymnasium schicken, obwohl es
eigentlich kein Niveau dafur erreicht hat. Hier entsteht selbstverstandlich ein
Nachholbedarf ausserhalb der Schule. Es gibt heute verschiedene Privatschulen
fur die Vorbereitung auf die Gymnasium-Prufung. Die Situation in der Schweiz
ahnelt langsam jener von Asien. Diese Privatschulen kosten zum Teil mehr als
3000 Franken. Oft hore ich von meinen japanischen Freundinnen, dass die
Primarschulen hier zu Lande fast keine Hausaufgaben erteilen und ziemlich
behabig sind. Ich hoffe, dass die Kinder wenigstens so lange wie moglich ihre
Kindheit als argloses Kind verbringen konnen. |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 26. April, 2004?? Wetter= An diesem hellen Tag stehen die gefullten
Kirschenbluten in voller Pracht. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Nachrichten aus der Schweiz / No. 169 News= Recycling und Biobau sind in der
Schweiz sehr aktiv getrieben. Auch die Marke ?Max Havelaarf sieht man heute oft
in den grossen Supermarkten. Vor allem bei Bananen, Kaffeebohnen oder Rosen.
Das sind die Fair-Trade-Produkte von der Max-Havelaar-Stiftung, die fur das
Ziel gegrundet wurde, dass die Arbeiter der dritten Lander, die vor allem von
Industrielandern ausgebeutet werden, einen fairen Lohn erhalten konnen.
Glucklicherweise scheinen immer mehr Leute diese Produkte zu kaufen, so dass
die Stiftung leztes Jahr 40 Prozent mehr Umsatz als Vorjahr erzielte. Sie sind
selbstverstandlich etwas teurer als die herkommlichen Produkte. Wenn man doch
weiss, dass keine Kinder fur das Produkt gearbeitet haben und die Arbeiter
angemessenes Geld erhalten konnen, werden die Hande vielleicht automatisch
danach gestreckt. Diese Max-Havelaar-Produkte werden immer vielfaltiger. Ich
hoffe, dass die Stiftung sich immer besser entwickelt. Ubrigens stammt der Name
der Stiftung aus der hollandichen Hauptfigur des Romans ?Max Havelaarf. |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 20. April, 2004?? Wetter=Auf dem Himmel ist etwas Weisses zu sehen, jedoch
hell Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 168 News= Am gestrigen Montag hat man hier in
Zurich fur den eintreffenden Fruhling gefeiert. Dieses Sechselauten-Fest
erreicht, wie der Name andeutet, genau mit dem Kirchenglocken um sechs Uhr am
Abend seinen Hohepunkt. Gleichzeitig wird der Boogg, eine Puppe, die den Winter
symbolisiert, auf dem grossen Platz am See von vielen Menschen in Brand
gesetzt. Alle konzentrieren sich darauf, wie lange es brauchen wurde, dass das
Feuer vom untesten liegenden Heu bis den Kopf des auf der Hohe von rund zwolf
Metern stehenden Booggs, der mehr als drei Meter gross ist und eine Pfeife in
den Mund steckt, erreicht und explodieren lasst. Je schneller dieses Prozess
geht, desto besser wird der kommende Sommer, heist es. >Besser< beduetet
>warmer<. Dieses Jahr hat es weniger als zwolf Minuten gedauert.
Durchschnittlich dauert es etwa 14 Minuten, glaube ich, von dem her wird dieser
Sommer nicht schlecht sein. Letztes Jahr wurde der Kopf des Booggs innerhalb 6
Minuten gesprengt. Die Folge war der ausergewohnlich heise Sommer. Ob es wegen
der Prophetie des Sechselauten passiert ist? Dieser Sommer wird also angenehm
heis werden.?????????????????????????????????????????????????? |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 12. April, 2004 Wetter=Auch heute klart sich der Himmel nicht auf. So
blieb das Wetter wahrend der ganzen Ostern. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 167 News= Ja, es sind Ostern. Alle freuten sich
darauf. Aber wahrend dieser vier freien Tagen bleibt das Wetter immer
regnerisch. >Machen wir vielleicht Tagesreise<, so haben wir uns vor den
Ostern gesagt. Heute, am vierten Tag, sitze ich, wie Sie sehen, immer noch vor
dem Computer. Nachmittags wird das Sport im Fernsehen angesagt. Am Samstag fand
das Eishocky-Final des Play off statt. Dieses Jahr gewann der SC Bern nach der
Verlangerung zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder einmal die Schweizer
Meisterschaft. In der Hauptstadt Bern soll das Feiern bis morgen fruh gedauert
haben. Am Sonntag: Die beiden letzten Einzelspiele des Viertelfinals beim Davis
Cup. Die Schweiz muss die beiden Partien gewinnen, um weiter zu kommen, da sie
am Tag vorher das Spiel im Doppel verloren hat. Federer hat in drei Satze
gewonnen, der letzte Spieler Kratochvil hat auch gut gekampft, am Schluss
jedoch verloren. Die Schweiz hat damit den Einzug ins Halbfinal verpasst. Wie
schade! Nun heute haben wir auch nicht vor, weit zu fahren. Der blaue Himmel
ist aber teilweise zu sehen. Einen Spaziergang in der Nachbarschaft kann man
sicher noch geniessen. Am Nachmittag kommt wieder ein Fussballspiel in den
Fernsehen. Es soll sich um das Cup Final handeln. Beim Fussball gibt es
verschiedene Spiele, ists etwas kompliziert. Bis das Spiel anfangt, atmen wir
etwas von der frischen Luft ein. Das Wetter wird sich etwa ab morgen - wenn
alle wieder anfangen zu arbeiten - verbessern. Es war und ist immer so, aber
gegen das schlechte Wetter in freien Tagen kann man nicht an. |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 4. April, 2004 Wetter= Fur den Zurich-Marathonlauf ist das bedeckte
Wetter und die Lufttemperatur von 10 Grad nicht schlecht. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 166 News= Bereits einmal habe ich in diesen
Ausland-Nachrichten daruber berichtet (No. 21, 2000): Die Primar- und
Sekundarschulen des Kantons Zurich haben vor drei oder vier Jahren unter
Lehrermangel gelitten. Damals, glaube ich, haben die Presse angefangen, uber
die ungemeine Gewalt unter den Schulern zu berichten. In diesem Sommer sollen
uber 50 Studierende, die den theoretischen Lehrerausbildung abschliessen
werden, mit der praktischen Ausbildung beginnen. Die Situation hat sich jedoch
plotzlich verandert und es heisst jetzt, dass es die Ausbildungsplatze an den
Schulen fehlt. Die oben erwahnten Studentinnen und Studenten sind keine junge
Schulabganger sondern Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die bereits
berufliche Erfahrungen gesammelt haben und teilweise eine gute Stelle gekundigt
haben, um die zweijahrige Lehrerausbildung zu machen. Umso grosser ist die
Beunruhigung in der Padagogischen Hochschule. Einer der Grunde dieser
plotzlichen Veranderung liegt daran, dass der Kanton Zurich im Zug der
schlechten Wirtschaftslage die Sparmassnahmen ergriffen und rund 500 Stellen in
der Volksschule abgebaut hat. Die Studierenden haben sich, nehme ich an,
enttauscht und geargert. Einerseits klagt man sich uber die sinkende Fahigkeit
der Schuler, andernseits wird die Investition gespart. Wer nichts hat, kann
nichts geben. Aber das Gefuhl, irgendwie betrogen worden zu sein, bleibt
wahrscheinlich da. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 27. März, 2004 Wetter= Im Haus ist es hell und warm, ein Schritt ins
Freie, dann herrscht dort die Bise. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 165 News= Der letzte Montag war der Weltwassertag der Uno. Das Schweizer Leitungswasser ist im Allgemeinen zum Trinken sehr gut geeignet. Die Qualität des Trinkwassers ist überhaupt nicht schlechter als das Mineralwasser in der Flasche. Beim Einkaufen findet man immer wieder die Leute vor, die mehrere schweren Flaschen Mineralwasser tragen. Es müsste aber nicht sein. Sie bezahlen ja sogar dafür noch mehr Geld. Auch das Brunnenwasser in der Stadt hat die genau gleiche Qualität, so können Sie dort ruhig das Wasser trinken, wenn Sie Durst haben. Ein Nachteil hier ist, dass der Kalk sich an Geräten leicht ansammelt, da es viel Mineralien enthält und ziemlich hart ist. Je härter das Wasser ist, desto mehr Waschpulver sollte man auch beim Waschen anwenden. Wenn Sie in den Bergen wandern, vermeiden Sie bitte, das Wasser des Bachs zu trinken. Es scheint zwar klar und rein zu sein, aber in der Tat ist es meistens von Gülle und Pestizide verunreinigt. Übrigens ist mir folgendes passiert: Die gesamten Kollegen des Gebärdensprachekurses wurden von einem Kollege eingeladen. Ich war durstig und verlangte das Leitungswasser, aber das wurde von meinem Gastgeber schleichthin abgelehnt. Es hieß: Ein Mensch trinkt kein Wasser. Es trinken nur Kühe. Ich war ziemlich überrascht, als ich das hörte. Aber unter den Bauern soll so gesagt werden (wurden). Aber weil ich so hartnäckig war, hatte er für den nächsten Besuch einige Flaschen Mineralwasser gekauft. Seitdem sagt er mir immer >Ich habe Wasser zu Hause<, wenn er uns einladen möchte, und wir lachen zusammen. Man sollte pro Tag eins bis zwei Liter Wasser trinken. Wir treiben einen großartigen Luxus, indem wir das Wasser, ohne Angst zu haben, einfach aus der Leitung trinken. Wenn Sie die Wasserqualität Ihrer Gemeinde wissen wollen, können Sie das unter www.wasserqualitaet.ch.
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Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 21. März, 2004 Wetter= Starker Wind wie ‚Haru-ichibanf aus dem bewölkten
Himmel. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Büchersaal / No. 7 News= Wohl wie in Japan wird hier zu Lande
auch der Trend des Immer-weniger-lesen von Jugendlichen beklagt, vor allem mit
Klassikern haben die Schweizer Teenager grosse Mühe. Der Lehrmittelverlag
Cornelsen hat nun eine neue Reihe << ... einfach klassisch>>
geschaffen, die die deutschen Klassiker vereinfacht und mit modernem Wortschatz
umgeschrieben hat. Bis heute erschienen sind: Schillers <<Wilhelm
Tell>>, Goethes << Götz von Berlichingen>>, Gottfried Kellers
<< Kleider machen Leute>>, Droste-Hülshoffs
<<Judenbuche>> und Storms <<Schimmelreiter>>. Die
Lehrkräfte sowie die Schüler geben ihr eine gute Note, unter den Fachleuten für
die Deutschsprache herrscht jedoch der negative Kritik und ein
<<Kulturfrevel>> ist von Rede. Aber in Wirklichkeit brachte ein
Studium vor drei Jahren das Resultat hervor, dass rund 20 Prozent der Schweizer
Jugendlichen, die bald ihrer Schulzeit beenden, selbst einfachste Texte nicht
verstehen. Dazu ist das Lesen bei ihnen heute out. Bei mir hingegen - ich
weiss, dass ich viel älter bin als sie - gibt es ein Haufen Bücher, die ich
noch lesen möchte, und ich möchte gerne mehr Zeit für einen Tag haben.
Tatsächlich habe ich - ich gestehe - noch kein von den oben erwähnten
Klassikern gelesen. Diese Reihe ist sicher auch für Sie geeignet, wenn Sie
einen deutschen Klassiker im Original lesen wollten, aber doch bis heute es
nicht geschafft haben, weil Sie sich gefragt haben, ob Sie ihn wirklich lesen
können. Diese Reihe ist auch preiswert: zwischen 4 und 5.80 Fr. pro Heft. |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 14. Marz, 2004 Wetter= Die Lufttemperatur steigt bis auf 10 Grad, der
Himmel ist jedoch bedeckt. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 164 News= Die Schweiz
hat in letzter Zeit viel Sorgen. Leztes Jahr erliess Deutschland in Bezug auf
Fluglarm ein einseitiges Flugverbot uber dem Suddeutchland gegen die Schweiz.
Seit ein paar Wochen verlangt die EU plotzlich von der Schweiz eine Steuer, die
sie bisher nie bezahlen musste. Und nun die lezte Woche verstarkte Deutschland
abermals ohne Warnung die Kontrolle an den Schweizer Grenzen. Infolgedessen
entstanden an verschiedenen Grenzstellen lange Staus und negative Auswirkungen.
Ausgenommen des Fluglarmproblems sieht die Schweiz in diesen plotzlichen
Anderungen, die auch als Schikane betrachten werden konnen, eine Zusammenhang
mit ihrer eigenstandigen Haltung bezuglich der Zinssteuerung, die die EU
einfuhren will. Deutschland verstarkte die Grenzkontrolle, weil die Schweiz, so
die deutsche Seite,? nicht dem
Schengen-Verbund gehort. Das war jedoch bis jetzt auch so, deshalb konnen auch
die Politiker der Schweizer Regierung angesichts des unerwarteten Verfahrens
eines befreundeten Nachbarlands ihren Unmut nicht verbergen. Die Schweizer und
deutschen Grenzganger mussen nun viel Zeitverlust in Kauf nehmen. Sie argern
sich, dass sie jedesmal einem Beamten, fur den sie keine fremde Person sind,
ihren Pass zeigen mussen und dass sie viel mehr Zeit fur das Pendeln benotigen.
Vor allem am Wochenende gehen viele Schweizer ins preisgunstigere Deutschland
Einkaufen. Aber in den letzten Tagen sind die Laden in der Nahe der Grenze fast
leer. Die deutsche Politiker behauptet zwar die Kontrolle so zu lockern, dass
es keine negative Auswirkungen mehr entstehen. Sie sollen sich jedoch besser
gut darauf vorbereiten, wenn Sie jetzt mit dem Auto die Grenze nach Deutschland
uberschreiten wollen. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 10. März, 2004 Wetter= Nach langer Zeit einmal wieder der Blaue Himmel Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 163 News= Aus dem
wirtschaftlichen Tiefflug hinaus, erfährt man in der letzten Zeit immer wieder
fröhliche Neuigkeiten. Die gestrige Zeitung berichtete über die sinkende
Arbeitslosigkeit. Vor allem sinkt jene der Jugendlichen. Die
gesamtschweizerische Arbeitslosenquote, die im Februar 2004 auf 4.2 Prozent
zurückgegangen ist, wird allerdings fortab nicht kontinuierlich sinken. Nach
Prognosen wird sie zwar bis im Herbst sinken, aber dann wieder anfangen zu
steigen. Trotz solcher Situation erhebt eine Branche wegen des Mangels an
Nachwuchs Hilferufe. Darüber habe ich bereits einmal geschrieben: Es ist der
Metzger. An diesem Beruf haftet vermutlich ein negatives Image, sprich
Schlachten, sprich Blutlachen oder Innereien. In der Schweiz gibt es zurzeit
rund 1800 Metzgereien, darunter fehlen gegen 100 Lehrstellen. Die
Branchenkenner fürchten, dass der Beruf Metzger irgendwann verschwindet, wenn
man weiterhin keinen Nachwuchs findet und der Druck von den Grossverteiler
immer grösser wird. Die Schweiz, die ziemlich viele Vegetarier beherbergt,
würde es nicht so sehr vermissen? |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 17. Februar, 2004 Wetter= Es wurde wieder kalt. Schneit es morgen? Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 162 News= Zuerst eine
Entschuldigung. Ich konnte meine Nachricht nicht senden, weil mein Computer
letzte Woche wieder plotzlich in den Streik trat. Ich hoffe, dass er mit einem
neuen Teil zufrieden ist und damit etwas langer an der Arbeit bleibt. *** Wie
viele Handys haben Sie? Bei der Familie Luthi sieht es so aus; Eins fur meinen
Mann, eins fur mich und eins fur Mogli... Nein nein, insgesamt haben wir nur
zwei. Ich benutze immer noch eines der altesten von NOKIA, mein Mann benutzte
zuerst ein gebrauchtes Handy von einem Kollege, dann kaufte sich ein neues.
Immer wieder reizt ihn das neueste Modell, wir brauchen aber schlieslich nicht
so oft unsere Handys, so sind die ersten immer noch aktuell. In Japan, wo die
Technologien so schnell wie ein Pfeil Fortschritte machen und die Preise
vergleichsweise niedrig sind, werden Handys wahrscheinlich immer wieder neu
gekauft. Nun eine Frage: Wohin mit dem alten Handy? Darf man es einfach in den
Abfallkubel wegwerfen? Weltweit werden 500 Millionen Handys pro Jahr verkauft.
So ist es nicht schwierig zu vermuten, dass sich eine riesige Zahl von Hanys
irgendwann in die Schrotte verwandelt. In der Schweiz begann die
Hilfsorganisation Terre des Hommes im November letzten Jahres, wie die alte
Kleider und Schuhe, auch die alten Handys zu sammlen, um sie dann in die
Drittlander zu schicken. Wenn Sie ihr altes Handy auf die Post bringen, leitet
sie es an diese Organisation weiter. Wie die Elektroladen die gebrauchten
Elektrogerade gratis entgegennehmen mussen, kann man die alten Handys auch zum
Laden zuruckbringen. Dort gibt es auch ab und zu Eintauschaktionen. Orange gibt
sogar den Kunden, die ihre alten, aber noch funktionstuchtigen Handys gebracht
haben, 50 Franken. Die offentliche Organisation Swico ubernimmt ebenfalls die
kostenlose Entsorgung. Die meisten Annahmestelle befinden sich im Bahnhof. Eine
vollstandige Liste finden Sie unter www.swico.ch. ? |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 9. Februar, 2004 Wetter= Gestern auf heute hat das Wetter sich schlagartig
verandert: Gestern Schneesturm, heute strahlt der blaue Himmel. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 161 News= Der grosste
Hit der europaischen sowie amerikanischen TV-Programme von heute heisst wohl
?Music Starf. Der Wettbewerb fangt mit etwa 10 Kandidaten an, eine oder einer
davon wird jede Woche nach ihrem Auftritt durch die Zuschauer abgewahlt. Fur
den Sieger sind die Treppen zum Music Star, sprich CDs, sprich Konzerte,
bereitgestellt. Ein paar Schritte hinter den anderen Landern sucht jetzt auch
die Schweiz ihre Music Star. An dem Zeitpunkt von gestern Sonntag haben wir
vier Kandidatinnen und Kandidaten. Ich personlich war Fan von Katy und
Sebastian, die eigentlich als die besten Favoriten galten. Sie sind aber
uberraschungsweise von Zuschauern schlechthin abgewahlt, nachdem ausgerechnet
die beiden sich als Liebesparchen geoutet haben. Ob das eine Rolle bei ihrer
Abwahl gespielt hat oder nicht, weiss ich nicht genau. Heute stehen je zwei
Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Wie die Tatsache zeigt, dass sie bis
jetzt uberlebt haben, sind ihre Gesange naturlich erstklassig. Dem Sieger ist
der Auftritt bei Europian Song Contest als Schweizer Vertreter versprochen. Die
Zahl der Fans von Music Star Kandidatinnen und Kandidaten wird anscheinend
Woche zu Woche grosser, aber eine schlechte Nachricht habe ich leider erfahren.
Unter den Kandidaten befinden sich auch einen Italiener und einen Angolaner.
Naturlich sind sie hier zu Lande aufgewachsen und sprechen Schweizerdeutsch.
Aber sie kriegen Briefe mit rasistische Inhalten und Drohungen. Darum denken
sie, dass sie ummoglich Music Star werden konnen. Diese Tatsache, dass es
solche Menschen gibt, die durch die Namen oder aussere Erscheinungen die
anderen beurteilen wollen und die Absicht hegen, diese zu verletzen, macht auch
mich sehr traurig und argerlich. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Wetter= Lezte Woche hat es nur geschneit, diese Woche ist
sehr mild geworden Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 160 News= An letztem Wochenende dürften alle Schweizer
Sportfans erleichtert aufgeatmet haben. Zuerst, was die Zeitungen sowie
Fernsehen als Top-News behandelte: Die Nummer 1 der Weltrangliste des Tennis
und der Sieg in Australian Open von Roger Federer. Das hat kein Schweizer vor
ihm geschafft. Der Held des Tennis kann allerdings Schweizer Militärdienst
nicht leisten. Der Grund liegt an seinen Rückenproblemen. Tatsächlich litt er
in Wimbledon darunter, aber es klingt doch etwas merkwürdig, dass so ein gut
trainierter Mann, der Nr. 1 der Welt werden sollte, nicht geeignet für den
Militärdienst ist. Anscheinend stört aber das nicht die jungen Rekruten. Als Nächstes kommt natürlich das Resultat des Alpenskis.
Diese Season fuhren die Schweizer so schlecht wie noch nie. Deshalb brachte uns
der Abfahrt-Sieg von Didier Cuche viel Freude. Ihm folgend, holte die Schweiz
bei Abfahrt Frauen und Super-G Männer auch je eine Bronze. Die bisherige
Talfahrt soll der neue Skianzug verursacht haben. Ob es stimmt oder nicht,
hoffen wir nun weitere Erfolge mit Schweizer Sportlern. |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 27. Januar, 2004 Wetter= Es schneit, Mogli schlaft und schlaft Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 159 News= Diesmal geht es um etwas Privates. Eigentlich bin
ich seit einem Jahr arbeitslos. Fruher habe ich bei einer Sprachschule fur 50%
gearbeitet. Dort hat man sich entschieden, den Hauptsitz nach England zu
verlegen, und ich wurde gekundigt. Seither erhalte ich Taggeld von der
Arbeitslosenkasse und bin fleisig auf der Suche nach einer neuen Stelle. Aber
die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ist immer noch klein und es gibt nicht viele
Teilzeitstelle, obwohl sie unter den Frauen mit Kindern sehr beliebt ist. Es
ist keine Seltenheit, dass sich 500 Leute fur eine Stelle bewerben. Ja, ich
habe sehr viele Konkurrenten. Noch dazu kommen die Diplome und Erfahrungen, auf
die die Schweizer sehr viel Wert legen. So ist es fur uns ganz normale
Auslander sehr schwierig, uberhaupt eine Stelle zu finden. Ich selber wurde bis
heute erst zweimal zu einem Vorstellungsgesrach eingeladen. Das zweite Mal war
gestern. Bescheid werde ich noch diese Woche erhalten. Aber wenn es auch
negativ ausfallen wurde, wird es mich nicht viel enttauschen. Ich habe gelernt,
realistisch zu sein. Ja, ja. Was die Versicherung anbelangt, ist viel
grosszugiger als jene von Japan. Ich zum Beispiel erhalte 70% vom
Jahreseinkommen vor der Kundigung, zwar langer als eineinhalb Jahre. Die
Schweiz sei dank. Dafur wird die Stellensuche ziemlich streng kontrolliert.
Bewerbt man sich zu wenig, kann das Taggeld gekurzt werden. Seit gestern
besuche ich ein Seminar fur Stellensuchende. Die Tage, an denen ich mich in der
warmen Wohnung und am warmen Mogli meiner Ubersetzungsarbeit widmen durfte,
scheinen langsam ein Luxus zu werden. |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 19. Januar, 2004 Wetter= Etwas Sonnenschein drangt durch die weisen Wolken Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 158 News= In diesem Fruhling gewinnt die Stadt Zurich eine
weitere Kinderkrippe. Der Sitz der Krippe ist im Wald und auch in einem
Blindenwohnheim. Das Ziel der Krippe ist, den Kindern im Vorschulalter die
Begegnung mit der Natur und die Bewegung im Freien sowie den Umgang mit
Behinderten beizubringen. Die betagten Bewohnerinnen und Bewohner des Heims
ihrerseits konnen auch, wenn sie wollen, die Kinder betreuen. Es scheint ein
gewagter Versuch zu sein. Aber es bietet eine sehr gute Gelegenheit, dass die
Behinderten und ?die Normalenf, die gewohnlich nicht so oft miteinander kreuzen,
einmal in Kontakt kommen. In den Wald gehen die Kinder, die einen Rucksack
mitnehmen, immer um 8:30 am Morgen, auch bei Regen und Schnee. Begleitet werden
sie von vier ausgebildeten Frauen und Mannern. Wenn ich ein Kind ware, wurde
ich unbedingt daran teilnehmen. Diese Wald-Kinder-Tagesbetreuung, kurz Wakita,
startet am 3. Mai. Aufgenommen werden Kinder zwischen drei und sieben. Fur die
weiteren Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Marga Keller. Telefon 056
427 14 15, E-Mail marukel@bluewin.ch |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 12. Januar, 2004 Wetter= Die Bö der zweiten Nachthälfte von gestern ist
vorüber, es regnet nur noch. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 157 News= In der Migro-Zeitung habe ich einen interessanten
Knigge-Test gelesen. Hier sind ein paar Frage aus dem Test. Machen Sie auch
mit! 1.
Darf im Restaurant das Handy eingeschaltet bleiben? 2. Ist es
unhöflich, wenn man während eines Gesprächs die Hände in den Hosentaschen hat? 3. Wie essen Sie
das Brötchen, das im Restaurant vor dem Essen gereicht wird? 4. Sollte man
die Tischnachbarn um Erlaubnis bitten, wenn man rauchen will? 5. Was tun Sie
mit der Serviette, wenn Sie kurz hinaus müssen? 6. Wie halten
Sie ein Weinglas zum Anstossen? 7.
Sie sitzen an einer langen Tafel, es kommt ein neuer
Gast. Stehen Sie zur Begrüssung auf? 8. Was machen
Sie mit Gräten oder Knochenstückchen im Mund? 9. Sie essen in
einem feinen Restaurant ein mehrgängiges Menü. In welcher Reihenfolge benutzen
Sie das Besteck? Nun, die Antworte sind folgend: 1.
Ausnahmsweise, aber bitte auf lautlos schalten. 2. Es kommt auf
die Situation und den Gesprächspartner an. 3. Stückchen
abbrechen und mit oder ohne Butter essen. 4. Ja, auf jeden
Fall, auch wenn sie nicht mehr am Essen sind. 5. Ich lege sie
links neben den Teller. 6. Am Stiel. 7.
Es kommt auf die Situation an, grundsätzlich aber ja. 8. Mit der Gabel
zurück auf den Tellerrand legen. 9. Von aussen
nach innen. Hätten Sies gewusst? Aus dem >Brückenbauer 2<, 6. Januar 2004 |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 5. Januar, 2004 Wetter= Sowohl auf dem Boden als auch der Himmel ist es weiß Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 156 News= Gutes neues Jahr! Ich hoffe, daß Sie friedlich ins
Neujahr gerutscht sind und daß Sie dieses Jahr wieder ab und zu meine Seite
besuchen. *** In Japan dauern die Feiertage für das neue Jahr bis 3. Januar.
Hier zu Lande kehrt am 3. Januar bereits der Alltag zurück. An den Feiertagen
pflegt der Schweizer nicht jede Verwandschaft zu besuchen, um das Neujahr zu
feiern. Auf den Fernsehen-Programmen findet man auch keine Spezielsendung für
das Neujahr. Wenn es um das Feiern geht, sind die Weihnachten viel wichtiger. Wie bei Versand der Neujahrkarten in Japan macht die Schweizer
Post darauf aufmerksam, daß man die Weihnachtskarten bis soundsolchen Tag
einwerfen soll. Trotzdem am Jahresende wimmelte es auf der Post von Menschen
mit Paketen. Am Monatsende kommt noch dazu eine Menge Leute, die am Schalter
einzahlen wollen. Über Weihnachten und Neujahr ist die Post mehrere Tage
geschlossen, so wird dieses Gedränge auf das nächste Jahr übertragen. Heute
Morgen war es deshalb auf den verschiedenen Post wiedermal sehr lebhaft
(allerdings sind die Leute drin ziemlich schweigsam). Auf der grösseren Post nimmt man am Eingang einen Zettel
mit Nummer aus einer Maschine heraus. Auf der Anzeigetafel oberhalb der
Schalter wird hingewiesen, welcher Schalter für welche Nummer zuständig ist. Am
Jahresende wartete auf einer Post einmal über vierzig Menschen vor mir, ich
ging wieder raus, sobald ich diese Menge erkannt hatte. Das ist erschreckend
viel in Zürich, aber vielleicht nicht in Japan. Was die Post angeht, habe ich neuerdings durch meine
Freundinnen etwas Gutes erfahren. Die Sihlpost, in der Nähe von Hauptbahnhof,
ist am Sonn- und Feiertag auch bis spät Abend offen. In so einem Land, welches
keine Convenience-stores kennt und in dem man alle Läden (ausgenommen
Stadtmitte) werktags um 18:30, samstags um 16:00 und sonn- und feiertags dicht
macht, ist das nicht etwas Außergewöhnliches? |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 30. Dezember, 2003 Wetter= Die grauen Wolken bedecken den ganzen Himmel Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 155 News= Wenn Sie einen Plan haben, in diesen Winterferien
oder Fruhlingsferien in die Schweiz zu reisen, habe ich hier einen
interessanten Tipp fur Ihre Unterkunft in Zurich. Das Hotel Altstadt mit drei
Sternen in der verwinkelten Altstadt hat namlich sieben Schriftsteller-Zimmer.
Hier findet man Bilder, die der Maler Hans-Christian Jenssen gemalt hat und
daraufhin ein Schriftsteller mit seinem Text geschmuckt hat. Unter
Schriftstellern befindet sich auch Yoko Tawada, die in Deutschland wohnhafte
japanische Schriftstellerin. Dieses Jahr ist das Zimmer von Urs Widmer, einem Schweizer
Schriftsteller, neu entstanden. Auserdem gibt es Zimmer von Ilma Rakusa, Peter
K. Wehrli, Jurg Federspiel, Michael Schulte und Kwang-Kyu Kim (Korea). Der
Preis: Einzelzimmer mit Fruhstuck und Dusche kostet 180 SFr. und Doppelzimmer
mit Fruhstuck kostet ab 220 SFr. Das Hotel befindet sich in unmittelbarer Nahe
des Grosmusters. Ein sehr attraktiver Standort fur Touristen sowie
Businessleute. Die Adresse: Kirchgasse 4, Zurich. http://www.holidaycityeurope.com/altstadt-zurich/index.htm *** Ich danke
Ihnen herzlich, dass Sie dieses Jahr immer wieder meine Nachrichten aus der
Schweiz gelesen haben. Ich hoffe, dass Sie nachstes Jahr auch dabei sind. Ich
wunsche Ihnen alles Gute zum Neuen Jahr!! |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 25. Dezember, 2003 Wetter= Ein schöner Wintertag wie in Japan. Auf der Wiese
glänzt das Weiß des Schnees Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 154 News= Frohe Weihnachten! Im Weihnachtsstress konnte ich
bis heute keine Zeit gefunden, um Nachrichten zu schreiben. Wir luden am 23.
Dezember, am Geburtstag meines Mannes, alle Familienmitglieder zum Abendessen
ein, um dann gleichzeitig auch Weihnachten zu feiern. Der relativ große Benjamin-Baum,
der immer in unserem Wohnzimmer steht, verwandelt sich, mit Lämpchen dekoriert,
in einen schönen Weihnachtsbaum. Und das Menü der Weihnachten dieses Jahres war
rein Chinesisch. Kein Truthahn, aber dafür freuten sich alle für Bang Bang Gee
und Gyoza usw. Damit freute ich mich auch, weil ich seit Mittag immer wieder in
der Küche stand. Die mitgebrachten Geschenke wurden zuerst an den
Weihnachtsbaum plaziert, dann zwischen Abendessen und Dessert umgetauscht.
Danach, bis in die tiefe Nacht war das fröhliche Lachen immer wieder zu hören.
Seit gestern laufen die Tage bei uns wieder normal, aber die Familie mit
Kindern feiern mit Großeltern zusammen sicher noch die Weihnachten. An den
letzten Tagen blieb die Temperatur ziemlich niedrig. So ist die Stimmung für
die Weihnachten fast perfekt. Es fehlt nur noch etwas Schnee. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 15. Dezember, 2003 Wetter= Der Regen verwandelt sich in den Schnee. Auf dem
Parkplatz ist es nun ganz weiß geworden. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 154 |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 10. Dezember, 2003 Wetter= Die Sonne setzte am Nachmittag durch die weisen
Wolken durch. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 153 News= Kurz vor halb eins. Gerade jetzt beendeten die
Wahlen der sieben Bundesrate. Der Ausgang der Wahlen war bis zum letzten Moment
uberhaupt nicht voraussehbar, so das ich heute Morgen seit acht Uhr gespannt
vor dem Fernsehen sitzen blieb. Durch heutige Wahlen haben funf Bundesrate ihre
Wiederwahl uberstanden, zwei wurden neu gewahlt. Es war eine historische Wahl,
denn eine amtierende Bundesratin wurde abgewahlt. So etwas ist in der Schweiz
bis jetzt nur einmal im 19. Jahrhundert geschehen. Diese Wiederwahl der
jungsten Bundesratin verhindert hat der Populist der SVP, Christoph Blocher.
Das Duell hat mit einem vollig ausgeglichenen Resultat, namlich 116 zu 116,
angefangen und bei der dritten Wahl hat Blocher ihr den Sieg entrissen; Er
hatte nur funf Stimmen mehr als sie. So hat die SVP tatsachlich, wie sie nach
dem uberwaltigenden Sieg der Parlamentswahl behauptet hatte, der CVP einen Sitz
entzogen. Fur den zuruckgetretenen FDP-Bundesrat wurde der Kandidat des rechten
Flugels der FDP mit grosen Abstand zu anderer Kandidatin der Freisinnigen
gewahlt. Nach der heutigen Wahl darf sich nun nur eine einzige Bundesratin im
Amt behaupten und in grosen und ganzen ist die Bundesregierung weitgehend nach
rechts gerutscht. Schlieslich musste das Schweizer Parlament sich dem Diktat
der SVP ?Blocher oder Oppositionf fugen. |
Von (Stadt, Ort)=Zurich Datum= 1. Dezember, 2003 Wetter= Die weisen Wolken bedecken den Himmel, kalt ist
es jedoch nicht Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Luthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 152 News= Wie im Nordeuropa kamen auch in die Schweiz die
Samichlause. Allerdings bringen sie kein Geschenk wie jene in Japan. Im
Gegenteil. Der Samichlaus, der wunderbarerweise alles weis, wie die Kinder sich
in diesem Jahr verhalten haben, besucht sie bereits am 6. Dezember, um sie zu
schimpfen, falls sie einen Schelmenstreich angerichtet haben. Somit vertritt
der Samichlaus hier zu Lande ein etwas bose Figur. In der Stadt Zurich fahrt
jetzt das Marlitram wie jedes Jahr. In diesem roten Tram aus einem einzigen
Wagen singen Kinder frohlich mit blonden Engeln Lieder und bekommen ein
Geschenk (Mein Mann hatte ubrigens eine traurige Erfahrung in diesem Tram, er
bekam als einziges Kind kein Geschenk...). Auf der noblen Bahnhofstrase blickt
man das Regen des Lichts der kleinen Lampchen hinauf, als fielen die Sternen
aus dem Himmel, und in der Halle des Hauptbahnhofs wurde der Christkindlimarkt
eroffnet. Reihenweise stehen dort die winzigen Huttchen mit Schnee auf dem
Dach, in sie rein zu gucken bereitet uns schon Freude. Der 15 m hohe
Weihnachtsbaum ist auch eine Bewundrung. Den Bahnhof hinterlassen, begeben wir
uns zum Luxuswarenhaus Globus. Vor dem Gebaude kann man auch dieses Jahr den
Singing Christmas Tree geniessen. Bis zu 60 Kinder und Erwachsene, die auf
einem weihnachtsbaumformigen Gestell stehen, schenken uns Lieder mit ihren
schonen Stimmen. Die Weihnachten sind da! Ah, was soll ich zu diesen
Weihnachten schenken......? *** Die
Bundesratswahl ruckt in neun Tagen vor. Eigentlich wollte ich inzwischen die
Wandlung der Situation berichten. Aber es bietet sich keine Gelegenheit mehr
und auserdem konnte es bis zum letzten Moment eine Uberraschung geben. Aus
diesen Grunden werde ich uber das Resultat nach dem 10. Dezember berichten. Ich
bitte Sie um Verstandnis. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 25. Nobember, 2003 Wetter=Der Himmel ist bewölkt, aber kein Nebel in Sicht.
Allmählich kommen die blätterlosen Äste in Vorschein. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 151 News= Vor ein Paar Tagen ging ich zu einen großen
Buchladen, um den vom Windowshopping müde gewordenen Körper ruhen zu lassen und
ein Buch, dessen Inhalt ich einmal wissen wollte, flüchtig zu lesen, bevor ich
mich in gut einer Stunde mit einer Freundin traf. Den Körper ruhen lassen? In
einem Buchladen? Die in Japan lebenden Leserinnen und Leser können das
vielleicht nicht verstehen. In der Schweiz ist das Lesen in Buchläden ganz
selbstverständlich, in diesem großen Buchladen gibt es sogar Bänke und Stühle
dafür. Auf einem Stuhl sitzend, konnte ich an diesem Tag eine Stunde lang mit
Musse die Seiten durchblättern. Neben mir sass bereits ein Deutsche, der hin
und wieder vor sich hin leise lachte, während er ein Buch umblätterte. Nach ca.
40 Minuten klingelte sein Natel, er erzählte seinem Freund; „Ich befinde mich
jetzt in der Bibliothek des Buchladens XX.g Ja, genau, hier ist eine
Bibliothek. Ich benütze diese Adresse auch oft für meine Nachforschungsarbeit.
Ein großer Unterschied zu dem Buchladen in Setagaya, welche ich bei einem
Irrgang fand. Ich guckte in eine Karte hinein, um den richtigen Weg zu finden,
dann von hinten, „Hm! Das Lesen ist hier verboten! Wenn Sie lesen wollen,
kaufen Sie bitte die Karte!!g Das war vor mehr als 10 Jahren. Wahrscheinlich
sieht es heute anders aus, aber doch sicher noch keine Bänke in Buchkäden,
oder? Auch in Schweizer CD-Läden gilt das Probehören als selbstverständlich.
Sie können Stundenlang verschiedene CDs hören. Woher kommt dieser Unterschied
des Gedankens? |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 17. Nobember, 2003 Wetter=Der Regen von gestern Nacht ist vorbei, der Himmel
ist aber noch grau. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Der Büchersaal / No. 6 News= Diesmal erlaube ich mir, zum zweiten Mal mein Buch
vorzustellen. In diesem Herbst wurde das von mir übersetztes Buch ‚Buki wo
motanai senshitachif von Shinhyoron veröffentlicht. Das ist mein zweiter
Schützling, der sich nicht so schnell von mir loslösen wollte. Denn das Buch
hätte eigentlich bereits im Juli auf den japanischen Markt kommen sollen, aber
ein Problem tauchte auf und schließlich wurde es erst im November
veröffentlicht. Der ‚Buki wo motanai senshif deutet die Delegierten des Roten
Kreuzes hin, das als die weltweit bekannteste Marke gilt. In Japan stellt man
sich unter das Rote Kreuz wahrscheinlich am häufigsten die Blutspenden-Aktion
des japanischen Roten Kreuzes. Oder das Spital, das als ‚Nissekif bekannt ist?
In der Tat verstecken hinter dem Namen ‚das Rote Kreuzf verschiedene Organisationen.
Die Ausführliche Erklärung darüber ist in diesem Buch zu erhalten. Außerdem
beinhaltet es die Erlebnisse der erfahrenen Delegierten des IKRK, das Leben des
Gründers des Roten Kreuzes, Henri Dunan, aber auch ein Auszug seines Buches
‚Eine Erinnerung an Solferinof. Dieses sehr vielfältige Buch ist eine Literatur
über das Rote Kreuz geworden, die bisher noch nicht erschienen ist. Heute sind
NGOs auch in Japan immer aktiver, wahrscheinlich haben viele Leute Interesse an
die freiwilligen Aktivitäten. Auf diesen Anlaß wollen Sie nicht über das Rote
Kreuz, über das Sie unvermutet nicht viel gewußt haben, ja sogar über den
Vorfahr aller freiwilligen Aktivitäten mehr wissen? |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 11. Nobember, 2003 Wetter=Wegen des Hochnebels ist es alles grau. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 151 News= Schon wieder war ich abwesend, ohne mich zu
entschuldigen. Dieses Jahr ist für meinen Computer anscheinend schlechtes Jahr;
Dieses Mal war die Festplatte buchstäblich kaputt gegangen. Endlich gestern kam
er nach Hause zurück. Ich hoffe bloß, daß er nun lange gesund bleibt. ***
Während mein Computer kaputt war, veränderte sich diese Welt weiterhin heftig.
So traten verschiedene interessanten Neuigkeiten auf, aber diesmal möchte ich
von einer unerwarteten Seite der Schweiz berichten, die ich von einer
Fernseh-Sendung erfahren habe. Diese Sendung heißt ‚Kassensturzf, ein Aufdeckung-Programm
zugunsten der Konsumenten. Es nimmt unterschiedliche Waren auf, um über sie zu
rügen; dies enthielte eine Krebs erregende Substanz, oder die Qualität des
Wassers jenes Schwimmbades sei schlecht, usw. Die Sendung muß eine der
Sendungen sein, die von Herstellern und Service-Branche gefürchtet werden.
Dieser ‚Kassensturzf hat lestes Mal über englischen Werbetext informiert. Es
ging darum, wie viele Menschen solche englischen Werbetexte, die momentan in
Trend sind, tatsächlich verstehen. ‚Come in and find outf. Das stammt von einer großen Perfumerie. Den Text haben 61% von den
Befragten verstanden. ‚Free your body, get moref. Das
ist von einem Sportladen. 44% wissen, was er meint. Die Swisscom wirbt mit
‚Go far, come closef. Aber das verstehen nur drei Menschen von
18 Befragten. Meiste hatten Mühe mit ‚closef; sie wussten nicht, daß das Wort
auch ‚nahf bedeutet. Der nächste Text ‚The house of brandsf gehört einem großen
Warenhaus. Ebenfalls nur drei haben ihn verstanden. Das Schlüsselwort ist ‚brandsf.
Was? Weiß man nicht, was ‚brandf heißt? Das weiß tatsächlich auch die junge
Generation nicht. ‚The future is bright, the future is orangef. Lautet es gleich auch in Japan? (Wenn diese Gesellschaft überhaupt in Japan
tätig ist). Leider hat niemand verstanden, was dieser ein Satz sagen will.
Naja, ungefähr kann man schon verstehen, oder? Da bei dieser Umfrage nur 18
Menschen beteiligt waren, kann das Resultat natürlich nicht landesweit
repräsentieren. Doch als die sprachbegabte, dazu noch heute englischorientierte
Schweiz ist das Resultat für mich persönlich ein relativ Überraschendes.
Übrigens, wie war Ihr Resultat? |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 26. Oktober, 2003 Wetter=Trotz Schleierwolken scheint die fröhliche Sonne. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 153 News= In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag schneite es
in Zürich zum ersten Mal. Seit zehn Jahren hat es nie so früh, nämlich schon im
Oktober, geschneit. Der Ginko vor unserem Haus läßt bereits seine Blätter
fallen, bevor sie sich ins Gelb gefärbt haben. Dieses Jahr fing die Winterzeit
genau mit dem Eintreffen des Generals Winter an. Um drei Uhr der Mitternachts
an diesem Sonnag wurde die Uhr für eine Stunde zurückgestellt. Wir haben
deshalb heute nicht 24 sondern 25 Stunden. Diese gewonnene eine Stunde
verbringen wahrscheinlich viele Menschen im Bett, besonders wenn es so kalt
ist. Der Zeitunterschied zwischen Japan ist nun 8 Stunden. Merken Sie sich es
bitte! *** Die Reaktionen der anderen Parteien auf die Bomben-Aussage der SVP
nach der Wahl des letzten Wochenendes veränderten sich ziemlich viel in einer
Woche. Die Haltung der Parteien wird sich weiterhin bis 10. Dezember, zur
Bundesratswahl, ändern. Ich werde Zeit zu Zeit einen Zwischenbericht darüber
schreiben. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 20. Oktober, 2003 Wetter=Wolken oder Hochnebel? Der Himmel an diesem
Vormittag ist rau. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 152 News= Die National- und Ständeratswahlen im Jahre 2003
endeten wieder mit absolutem Sieg der SVP wie vor vier Jahren. Als Trost
konnten aber auch die SP und die Grüne ihre Sitzzahl im Parlament des
Sozialstaats zulegen. Vor allem die Grüne haben nun dreimal mehr Sitz als
bisher. (Allerdings erreicht die Sitzzahl noch nicht einmal 20, da die Zahl des
Ausgangspunkts ziemlich klein war.) Die Parteien der Mitte, die FDP und die
CVP, verlieren ihren Sitz ständig. Die SVP, von deisem Sieg verstärkt, ließ
gestern eine Bombe platzen. Sie will den Populist Christoph Blocher in die
Bundesratswahl schicken. Christoph Blocher hat bereits bei der letzten
Bundensratswahl kandidiert. Die Wahl hat er verloren, aber genießt immer noch
große Popularität unter gewissem Volk. Die SVP will sozusagen die Zauberformel,
die schon seit mehr als 40 Jahren besteht, absprengen und einen zweiten Sitz im
Bundesrat von der CVP wegnehmen. Die anderen Bundesratsparteien und die Grüne
sind natürlich dagegen. Die Schweizerpolitik ist ohne ‚Kompromißf undenkbar.
Auch mit einem Bundesrat hat sich die SVP immer wieder als Opposition der
Regierung entgegengestellt. Es versteht sich, daß man sich darüber Sorgen
macht, ob die SVP mit den anderen Parteien gleichen Schritt halten kann. | Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 12. Oktober, 2003 Wetter=Noch viel Wolken am Himmel, aber regnen wirds
nicht. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 151 News= Nun ist nächstes Wochenende soweit; der
Abstimmungstag des National- und Ständerats. Vermutlich ist es deswegen, dass
neuerdings Geschichte immer wieder ans Tageslicht gebracht werden, die ein
Versehen eines Politikers erzählen. Dabei geht es um angeheitertes Autofahren
oder Autofahren mit etwas übersetzter Geschwindigkeit, und fast jede
Bundesratspatei ist davon betroffen. Die einzige Ausnahme ist die SVP, die
rechts stehende Partei, die seit einigen Jahren immer stärker geworden ist. Die
Schweiz muß heute wie Japan mit verschiedenen großen Problemen befassen; sprich
die Verzögerung der Verbesserung der Wirtschaft und höhe Arbeitslosenquote,
sprich AHV-Frage, sprich die ständig steigenden Krankenkassenprämien. Weitere
solche Geschichte von Politikern muß ich nicht unbedingt erfahren, denke sicher
nicht nur ich. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 04. Oktober, 2003 Wetter=Regen. Vorläufig wird das Wetter so bleiben. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 150 News= Seit einigen Jahren rücken die Convenience-Foods
mit einer rasanten Geschwindigkeit immer mehr auf den Markt vor. Vom
Salat-packung für eine Person über japanische Cup-Nudels bis fertig
zubereiteten Gyoza und Shumai sind in normalen Supermarkten zu kaufen. Auch die
Pizzasorte sind vielfältiger geworden, und jetzt im Herbst kommen die
verpackten Wildgerichte, die nur noch erwärmt werden müssen, zur Wahl. Diese
Esswaren sind für die Mahlzeit zu Hause, für das Mittagessen sind vor allem
Sandwichs der Hit. Heute werden laut einer Zeitung eine Million Sandwichs
täglich gegessen. Das bedeutet ein erstaunliches Wachstum von 53% gegenüber
letztem Jahr. Auch die Sorte der Sandwichs ist sehr vielfältig geworden: jene
wie Japanische mit eher weichem Brot oder jene mit Baguette oder mit
italienischem Brot etc., der Inhalt ist ebenfalls sehr verschieden. Ich
persönlich ziehe Onigiri oder Yakisoba vor, aber der Tag, an dem so etwas auf
den schweizerischen Markt vorrücken würden, wird leider doch nicht kommen. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 27. September, 2003 Wetter=Ein frischer Herbsttag Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 149 News= Es ist Herbst. Die höchste Temperatur bleibt
nämlich um 20 Grad. Als Spezialitäten des schweizerischen Herbst kann man neben
Wildgerichte, Maroni oder die sich ins Gelbe verfärbten, dynamisch aussehenden
Blätter auch ‚Alpabzugf nennen. Bei diesem Brauchtum werden Kühe, die während
des Sommers auf den Alpen weideten, wieder auf das Unterland gebracht. Das
bekannteste Land für das Brauchtum ist Appenzell. Als ich anfangs September
eine Woche lang mit den gehörlosen Senioren in Appenzell verbrachte, begegneten
wir glücklicherweise einem Alpabzug: Die Senne in einem traditionellen Kleid,
die Kühe laufen gemütlich auf der Straße, an deren Hals eine große Kuhglocke,
die idyllisch klangt. Die Seniorinnen und Senioren im Mini-Bus hatten auch
große Freude. Das kann man eben nicht überall erleben. Darüber hinaus hat die
Zahl der Berg- und Hügelbauern in den letzten zehn Jahren um ein Drittel
geschrumpft, so ist die Chance, einen Alpabzug zu sehen, nochmals kleiner
geworden. Die Schweiz läßt sich nicht einfach ändern, sie scheint aber auch
nicht die Trend der Zeit überwinden zu können. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 27. September, 2003 Wetter=Ein frischer Herbsttag Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 149 News= Es ist Herbst. Die höchste Temperatur bleibt
nämlich um 20 Grad. Als Spezialitäten des schweizerischen Herbst kann man neben
Wildgerichte, Maroni oder die sich ins Gelbe verfärbten, dynamisch aussehenden
Blätter auch ‚Alpabzugf nennen. Bei diesem Brauchtum werden Kühe, die während
des Sommers auf den Alpen weideten, wieder auf das Unterland gebracht. Das
bekannteste Land für das Brauchtum ist Appenzell. Als ich anfangs September
eine Woche lang mit den gehörlosen Senioren in Appenzell verbrachte, begegneten
wir glücklicherweise einem Alpabzug: Die Senne in einem traditionellen Kleid,
die Kühe laufen gemütlich auf der Straße, an deren Hals eine große Kuhglocke,
die idyllisch klangt. Die Seniorinnen und Senioren im Mini-Bus hatten auch
große Freude. Das kann man eben nicht überall erleben. Darüber hinaus hat die
Zahl der Berg- und Hügelbauern in den letzten zehn Jahren um ein Drittel
geschrumpft, so ist die Chance, einen Alpabzug zu sehen, nochmals kleiner
geworden. Die Schweiz läßt sich nicht einfach ändern, sie scheint aber auch
nicht die Trend der Zeit überwinden zu können. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 22. September, 2003 Wetter=Letzte Sommertage Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 147 News= Ich entschuldige mich, letzte Woche keine Nachricht
gesandt zu haben. Ich genoss meinen Urlaub auf der italienischen Insel
Sardinien. Während der Woche hatte ich weder Fernsehen noch Zeitung, deshalb
erlaube ich mir, diesmal wieder Ihnen eine etwas persönliche Nachricht zu
senden. *** Die deutschen Sänger sind kaum bekannt in Japan. Das einzige
deutsche Lied, das ich gehört habe, als ich noch in Japan lebte, war ‚99
Luftballonf von NENA. Sie ist heute wieder populär mit dem Revival des gleichen
Liedes. Das Thema der heutigen Nachricht ist aber nicht diese Pop-Songs sondern
etwas anders; Volksmusik oder Schlager. Diese Art der Musik ist eher populär
unter den älteren Menschen. Wer einmal hören möchte, wie Volksmusik oder
Schlager tönt, kann die Homepage meiner Freundin besuchen. Sie hat ihren Traum
verwirklicht und ist heute eine bekannte Volksmusik-Sängerin. Natürlich können
Sie ihre Homepage auch in Japanisch lesen. Und wenn Sie wollen, können Sie aus
Japan ihr eine Nachricht hinterlassen, worauf sie sich sehr freut. Sie heißt
Géraldine Olivier. Eine sehr charmante Frau, die auch einmal in Japan gelebt
hat. http://geraldine-olivier.com |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 8. September, 2003 Wetter= Es regnet leise. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 146 News= Gestern kam ich zurück von der 9-tägigen
Begleitungs-Reise. Heute würde ich von dieser Reise berichten. In die Ferien
gingen 18 gehörlosen Seniorinnen und Senioren und 6 Personen begleiteten sie.
Darunter war ich die einzige Hörende. Meine Aufgabe war hauptsächlich das
Telefonieren. Ich befand mich in einer anderen Welt mit den Gehörlosen, aber
ich war immer glücklich, daß ich diese Reise mitmachte, wenn ich die
Seniorinnen und Senioren trotz ihrer Behinderung und Altersschwäche, aber auch
ihres vermutlich schweren Lebens süß lächeln sah. Ich will ihre Vergangenheit
wissen, die als jene von heuten Jungen völlig anders aussehen muß. Aber ich
kann leider ihre Lippen nicht ablesen, so war kaum möglich, ein Gespräch mit
ihnen zu führen. Was ich sie fragen konnte, war bloß ‚Hast du gut geschlafen?f
und ‚Hat das Essen geschmeck?f. Die Gebärdensprache wurde in die Schweiz erst
in den 80fer Jahren eingeführt, deshalb können die Betagten kaum gebärden. Die
Geschichte der Gebärdensprache ist noch kurz. Ich will nun auch den Hitergrund
langsam kennenlernen. In den Ferien habe ich viele Wörter der Gebärdensprache
durch meine Begleiter-Kollegen gelernt und wurde von den Gehörlosen akzeptiert.
Darüber freue ich mich sehr. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 24. August, 2003 Wetter= Nach wie vor schön Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 145 News= Anfang letzter Woche wurden die 14 Geiseln aus
Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden, die im Februar diesen Jahres in
der Sahara-Wüste in Algerien entführt wurden, nach einem halben Jahr
freigelassen. In Sahara starb eine Deutsche an einem Hitzschlag, der
körperliche Zustand der übrigen Freigelassenen ist aber gut. Das Wiedersehen
der Schweizer Freigelassenen von zwei Männer und zwei Frauen mit ihren
Familienmitgliedern fand unter Abschirmung vor der Presse statt. Diese
Rücksicht schätze ich immer. In der Schweiz werden die Opfer und deren Familie
bei einem grossen Unfall nie der Presse ausgesetzt. Allerdings kann später
jeder mit der Presse Kontakt aufnehmen. Das Lösgeld wurde von Libyen bezahlt,
das auf das Wiederauftauchen auf der Weltbühne visiert. Bisher sind schon
einige Schweizer im Ausland entführt worden, aber die Regierung hat noch nie
Lösgeld für sie bezahlt, heißt es offiziell. *** Nächste Woche fällt die
Nachricht aus der Schweiz, weil ich eine Reise von gehörlosen Senioren als
Freiwillige begleite. Danach würde ich darüber berichten. Ich bitte Sie um
Verständnis. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 16. August, 2003 Wetter= Endlich wurde es angenehm! Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 144 News= Die Nachricht über die Hitzewelle über das ganze
Europa scheint letztlich auch Japan erreicht zu haben, seit ein paar Tagen ist
es allerdings endlich angenehmer geworden. Doch ein großer Waldbrand brach auch
in der Schweiz aus und die Einwohner des nahe liegenden Dorfes musste evakuiert
werden. Der Pegel des Rheins sowie des Bodensees, der Grenze an Deutschland,
sinkt außerordenlich tief. Massensterben von Fisch auf Grund hoher
Wassertemperatur und Sauerstoffmangels wurde auch berichtet. Durch Regenmangel
werden die Gemüse- und Obstanbau negativ beeinflußt. Die unter der
außerordenlichen Hitze leidenden Menschen springen in Massen ins Wasser,
infolge häufen sich Umfälle im See und Fluß. Auch die Bergen werden immer
gefährlicher, weil der Permafrost schmelzt und der Boden instabil wird. Die
einzige fröhliche Nachricht; Dank des lang anhaltenden heißen und trockenen
Sommers konnten die Trauben bereits einen Monat früher als üblich geerntet
werden, was eine sehr gute Qualität diesjähriges Weins verspricht. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 10. August, 2003 Wetter= Es wird immer heißer; jeden Tag klettert der
Thermometer über 35 Grad! Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 143 News= Am gestrigen Samstag fand in Zürich die 12. Street Parade
statt. Sie ist das größte Techno-Fest neben der Love Parade in
Berlin. In der Rekord-Hitze von 35 Grad im Schatten sammelten sich 900,000
Männer und Frauen, alt und jung, in einzigartigen Kostumen, aber halbnackt, um
den Zürichsee, um bis zum späten Abend mitzutanzen. Letztes Jahr war der Tag
der Street Parade nicht einmal 20 Grad kühl, so daß wir lieber zu Hause
blieben. Dieses Jahr blieben wir ebenfalls zu Hause, weil wir ein gemeinsames
Familienabendessen bei uns hatten. Ob wir aber in der Hitze zur Street Parade
gegangen wären, wenn wir auch keinen Plan sonst gehabt hätten... Scheinbar gab
es immer wieder Menschen, die wegen des Alkohlkonsums, Schlafmangels und der
großen Hitze dazu in den Kreislaufkollaps gerieten. Übrigens, laut einem
italienischen Meteorologe wird diese große Hitze bis Mitte September anhalten.
Nicht geheuer... |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 3. August, 2003 Wetter= Wieder schön. An den kommenden Tagen wird das
Quecksilber wieder über 30 Grad klettern. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 142 News= Weil es genügend geregnet hatte, stiegen am 1.
August, dem Bundestag, in Zürich wie jedes Jahr Feuerwerke auf, was aber kein
Vergleich zum japanischen Feuerwerkfestival ist. Diesmal werde ich wieder eine
Nachricht im Anschluß an Bundestag senden. Laut der Umfrage von der Coop-Zeitung
kennen nur gerade 4 Prozent der Schweizer Bevölkerung alle vier Strophen der
Landeshymne. Sie in Japan werden vielleicht erstaunen darüber, wir Ausländer in
der Schweiz können es jedoch sehr gut verstehen. Ich selbst kenne auch fast
niemanden, der alle vier Strophen kennt. Natürlich kennt jeder die Melodie der
Schweizer Hymne, die ganze erste Strophe kennen jedoch bloß 18 Prozent, 41
Prozent kennen den Anfang des Textes. Die Schweizer, die den Text überhaupt
nicht kennen, macht sogar 30 Prozent aus. Ein der Gründe dafür wäre
wahrscheinlich, daß man die Hymne in der Schule nie singt. *** Noch eine kurze
Nachricht für Sie in der Schweiz. Seit dem 1. August ist das Bundeshaus für
eine Woche für jeden Besucher offen. Täglich um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr werden
auch Diskussionen mit Stände- und Kantosräten abgehalten. Wenn Sie sich einmal
auf den Präsidentenstuhl setzen möchten, packen Sie jetzt die Gelegenheit! |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 28. Juli, 2003 Wetter= wichtiger Regen. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 141 News= Nächstes Wochenende haben wir drei Tage
hintereinander frei. Der kommende Freitag vom 1. August ist nämlich der
Bundesfeiertag. Jedes Jahr wird der Tag mit Feuerwerken und Höhenfeuern
gefeiert, aber dieses Jahr verhängten verschiedene Kantone das Verbot des
Feuerwerkes, weil es bis jetzt außerordentlich wenig geregnet hat und der Boden
sehr trocken ist. Am 1. August ist heute auch der Bauernbrunch sehr beliebt.
Für ca. 20 SFr. kann man sich bei einem Bauernhof seine Spezialitäten wie Brot,
Konfitüren, Speck oder Fruchtwähen satt essen. Von 9 Uhr bis 13 Uhr hat man
Zeit, eben auch für die Langschläfer. Bauernhöfe liegen nicht immer so weit von
einer großen Stadt und für die Städter sind sie auch leicht erreichbar. Ich muß
es auch einmal erleben... |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 20. Juli, 2003 Wetter= Wieder ein herrliches Wetter, obwohl es letzte
Woche ein heftiges Gewitter gab, das ein Todesopfer forderte. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 140 News= Die Hitze, die seit Juni anhält, verursacht eine
außerordentliche Situation in den Alpen. Sie hat die Schneeschicht früh
weggeschmolzen als üblich und nun läßt den Permafrost durch die Sommersonnen
brennen. Infolgedessen werden die Felswände, die normalerweise vom Permafrost
fixiert werden, instabil und die Gefahr von Felsstürzen steigt. Letzte Woche
stürtze am Matterhorn ein großer Felsblock und zwanzig Alpinisten wurden per
Helikopter evakuiert. Der Berg war danach für einige Tage gesperrt geblieben.
Nun sind wieder viele Alpinisten auf den Matterhorn unterwegs. Aber der
Thermometer klettert immer noch hoch, die Gefahr eines Unfalls wird immer höher
werden. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 14. Juli, 2003 Wetter= Es sollte schon wieder über 30 Grad werden ...... Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 139 News= In der letzten Zeit hört man zwar nicht mehr so
viel von der großen Entlassung in der Bank-Branche, aber die Fluggesellschaft
‚Swissf hat letztlich die Flugdestination massiv reduziert und will Tausende
vom Personal entlassen; die Schweizer Wirtschaft findet immer noch keinen
Ausgang von der Rezession. Es gibt aber auch Geschäftswelte, die von solchen
Entlassungen profitieren. Vor wenigen Jahren war die Stelle als Tramfahrer
weitgehend unbesetzt, heute gibt es kaum eine freie Stelle. Unter den neuen
Tramfahrern findet man auch Ex-Pilot oder Ex-Stewardeß. Das Tramfahren scheint
gar nicht so schwierig, aber das geeignete Personal zu finden, sei nicht so
einfach. Im Allgemeinen sind die Frauen-Fahrer verachtet, aber fast jedes
vierte Zürcher Tram wird von einer Frau gefahren. Ich war ziemlich überrascht,
als ich eine Busfahrerin in der Schweiz zum ersten Mal zu Gesicht bekam. Der
Fahrer ist aber heute anscheinend kein Männerberuf mehr. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 7. Juli, 2003 Wetter= Schönes Wetter; Orihime und Hikoboshi können sich
sicher treffen Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 138 News= Nun spricht man in der Schweiz nur noch vom neuen
Held der Tenniswelt. Der 21-jährige Roger Federer gewann gestern seinen ersten
Grand-Slam in Wimbledom. Sowie im Fernsehen als auch in der Zeitung war der
erste Schweizer, der Wimbledom gewannen hat, als Topnews zu sehen. ‚Harry
Potter des Tennis-sportsf (Times), ‚eine Ausnahmetalent, wie es sie weltweit
nur alle zehn oder zwanzig Jahre gebef (John McEnroe), unter riesigen Druck,
der von solchen Loben von Experten entstand, erkämpfte Roger Federer den ersten
Grand-Slam-Pokal. Sicher nicht nur meine Tränendrüsen lösten sich vor seinen
Tränen nach dem Match. Ich wünsche ihm, daß er immer so natürlich bleibt wie
heute und viel Spaß und Erfolg beim Tennisspiel hat. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 29. Juni, 2003 Wetter= Jeden Tag so schön, dass es nun hie und da
Wassermangel herrscht Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 137 News= In Bergien, Dänemark, Holland, Italien, Schweden
und der Schweiz wurde eine Untersuchung über die Sterbehilfe durchgeführt. Das
Resultat zeigt, dass in der Schweiz neben Holland am meisten die Sterbehilfe
praktiziert wird. In der Tat scheint die Presse in der Schweiz oft über die
Sterbehilfe zu berichten. Die Organisationen wie ‚Exitf und ‚Dignitasf, die die
Beihilfe zum Suizid leisten, sind auch sehr aktiv. Außerdem wurde durch die
Untersuchung klar, dass die Fälle der verbotenen aktiven Sterbehilfe durch
Ärzte hochgerechnet jährlich die Anzahl von 420 erreichen. Das ist eine
delikate Frage, aber wenn man die Entwicklung der heutigen Gesellschaft
beobachtet, ist diese Entwicklung wahrscheinlich auch nicht so merkwürdig. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 24. Juni, 2003 Wetter= Schwüle Tage, die über 30 Grad heiß sind Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 136 News= Ich war ohne Entschuldigung zwei Wochen lang
abwesend. Um Wahrheit zu sagen, wurde mein Computer scheinbar auch von einem
Virus befallen und die Anzahl der Schriftarten wurde mit der Zeit immer
geringer, am Schluß hatte ich nur noch drei. Infolgedessen wurden die Web-Site
auch komisch angezeigt, so dass ich meinen Computer zur Behandlung schicken
mußte. Computer sowie Internet ist sehr nützlich, aber es gibt heute so viele
Viren, die nicht von Anti-Virus-Programm aussortiert werden können. So habe ich
selbst sehr gut erlebt in diesen zwei Wochen, wie mühsam es ist, wenn ein Computer
von einem Virus befallen wird. Ich entschuldige mich für die unangemeldete
Abwesenheit. Ab nächste Woche sende ich wieder Nachrichten aus der Schweiz. |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 31. Mai, 2003 Wetter= Das Quecksilber klettert hoch, und die
Luftfeuchtigkeit steigert. Wahrscheinlich kommt am Abend ein Gewitter. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 135 News= Der Mystery Park, über den ich einmal in
Ausland-Nachrichten berichtet habe, wurde letzte Woche endlich eröffnet. Der
Themapark wurde auf Veranlassung des Bestseller-Autors, Erich von Däniken,
verwirklicht. Ich habe nicht lange gewartet und ihn schon gestern besucht. Die
Größenordnung des Parks ist mit jener der Parken in Japan nicht zu vergleichen.
Aber wir brauchten doch rund vier Stunden, um alle sieben Pavillons zu
besuchen. In jedem Pavillon wird ein kurzer Film vorgeführt; über die
Maya-Kultur, Pyamide von Egypten, Nazcas Linie, Vimana von Indien, Stonehenge
von England und über die Außerirdischen. Wer sich die mystischen Kulturen
ausmalen möchte, kann das vielleicht im Mystery Park tun. : Öffnungszeiten,
Täglich von 10.00 – 17.30. Parkeintritt, Erwachsene CHF 48.-, Kinder CHF 28.-. |
Zürich Datum= 25. Mai, 2003 Wetter= Das schönste Wetter von gestern hat sich völlig
verändert; der Himmel ist vollkommen bedeckt. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= der Büchersaal / No. 5 News= Gestern war die kirchliche Hochzeit meiner Schwägerin...,
nein, darüber würde ich eigentlich nicht mehr berichten. Diesmal kommt wieder
einmal der Büchersaal an die Reihe; hier möchte ich Ihnen ein Buch vorschlagen.
Bisher habe ich deutschsprachige Autoren vorgeschlagen, diesmal aber eine
japanische Autorin, die in der Schweiz wohnhaft ist. Sie lebt seit zwölf Jahren
in einer welschen Bergregion und schaffte Anfang dieses Jahres, ihre erste
Erzählung ‚La vie en rosef in Japan zu veröffentlichen. Das Modell von Cécile,
der Hauptperson der Geschichte, ist die Großmutter ihres Mannes. Das Buch ist
in dem Sinne lesenswert, weil die Autorin im Hintergrund des Céciles Lebens,
das auf dem schweizerischen Land entwickelt, das Leben sowie die Geschichte der
Schweiz schildert, welche in Japan noch kaum bekannt sind. Sie wollte überdies
durch das Buch eine Frage stellen; Was ist das glückliche Leben? Momentan
arbeitet sie bereits am dritten Werk, und ich wünsche, daß sie weiterhin viele
Erzählngen veröffentlicht, die uns verschiedenen Kultur der Schweiz kennenlernen
lassen. |
| Zürich Datum= 5. Mai, 2003 Wetter= Etwas bewölkt Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 134 News= Diesmal möchte ich private Nachrichten senden, weil
ich in den letzten Tagen nur noch glücklichen Menschen gesehen habe. Am letzten
Freitag heiratete meine Schwägerin und am nächsten Tag machte unser
Nachbar-Paar einen grossen Hochzeitparty. Meine Schwägerin unterschrieb im
Standesamt den Heiratsregister, umringt von ihren Familienmitgliedern, danach
stießen wir die Weingläser gegeneinander. Die große Familie des Bräutigams
stammt ursprünglich aus Italien, es war immer fröhlich und heiter. Die Hochzeit
in der Kirche am Ende Mai wird nochmals heiterer werden. Unser Nachbar-Paar
habe sich vor elf Jahren kennengelernt. Meine Schwägerin lebt seit mehr als
fünf Jahren mit ihrem heutigen Mann zusammen, dieses Paar lebt aber länger zusammen
und hat noch dazu zwei Töchter (4- und 1-jährig). Der Hochzeitsparty war
ziemlich groß im schweizterischen Verhältnis, von verschiedenen Unterhaltungen
begleitet. Die beiden heirateten nur standesamtlich. Die Familie mit zwei
Kindern verbrachte aber auch eine schönen Zeit, die immer von Lachen begleitet
wurde. *** Diese Woche reise ich in die ersten Ferien dieses Jahres ab. Die
nächsten zwei Wochen fallen deshalb die Nachrichten aus der Schweiz aus. Ich
bitte Sie um Verständnis. Von (Stadt, Ort)= |
Zürich Datum= 27. April, 2003 Wetter= Wir mußten vom bisherigen schönen Wetter Abschied
nehmen. Es fällt kein Regen, aber der Himmel ist grau. Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 133 News= Der ‚Globusf ist ein teures Warenhaus. Über ihn
verfügt jede große Stadt in der Schweiz. Seit letzter Woche begeht der ‚Globusf
das Japan Fest und man findet dort japanische Vielfältigkeit von Lebensmittel
über Geschirre bis Badeutensilien aus Holz. Noch dazu werden im Haus
verschiedene Performance wie Anziehen des Kimono, Kalligrafie, Ikebana sowie
Origami durchgefürht, welche immer von Kunden umringt sind. Gestern Samstag
wimmelte das Warenhaus von Menschen und die japanischen Companions im Kimono
erregten ihre Aufmerksamkeit. In den beiden Globus von Zürich werden am nächsten
Freitag und Samstag wieder diese Performance geplant. Wenn Sie Zeit und Lust
haben, begeben Sie sich einmal zum Globus!! |
Von (Stadt, Ort)=Zürich Datum= 20. April, 2003 Wetter= Seit gestern ein bisschen bewölkt, aber es bleibt
noch warm Name des Korrespondenten= Chihaya Koyama Lüthi Titel= Ausland-Nachrichten / No. 132 News= Es sind Ostern. Anders als sonst, sind diesjährige
Ostern mit gutem Wetter gesegnet. Es ist nämlich üblich, daß es vor den Ostern
außergewöhnlich warm wird und vor dem gesehnten verlängerten Wochenende wieder
schneit. Wir selber machen höchstens Tagesausflüge, aber es ist eine Tradition,
daß die nördlichen Nachbarn sowie Deutschschweizer vor den Ostern sämtlich
inden Süden oder ins Tessin fahren. Die Folge ist der Stau vor dem Gotthard
Tunnel, dem längsten straßentunnel auf der Welt. Vor dem Tunnel wird der
Verkehr reguliert, nur eine bestimmte Anzahl der Wagen kann während einer
Stunde durch den Tunnel fahren. Dieses jahr dauerte der Stau vor dem Tunnel 20
Stunden ununterbrochen, von der Länge her wars 8 km. Sie haben sicher viel Spaß
gehabt. |
Neue Regelung ab 1. Januar 2001 Neu werden wir Bannerwerbung auf Ihrer Seite platzieren
wollen. Der Basisbetrag ist 200 Yen pro Berichterstattung,
welcher so lange gilt, bis eine Bannerwerbung platziert werden kann. Die durch die Bannerwerbung entstehenden Einnahmen werden entsprechend der Anzahl geschriebener Berichterstattung ihrerseits aufgeteilt und Ihnen ausbezahlt. Die Zahl der Berichte soll uns für die Berechnung jeden Monat bis am 5. mitgeteilt werden. Bedingung: Sie besitzen ein Bankkonto. (Falls Sie ein Konto in einer japanischen Stadtbank (Toshi-Ginko) haben, wird die Überweisung ohne Gebühren durchgeführt, in anderen Fällen (Lokalbank, Kreditanstalt, ausländische Bank, Post und Filiale in Ausland) wird die Überweisungsgebühren abgezogen.) Zahltag: Der Schluß ist Ende Monat, am 20. nächstes
Monates wird das Honorar ausbezahlt (Falls am 20. auf Samstag, Sonntag und
Feiertag fällt, wird das Honorar am nächsten Tag ausbezahlt.) Wenn Sie wünschen, sich als Berichterstatter
bei uns eintragen zu lassen, senden Sie uns bitte Ihren Lebenslauf mit einem
Foto. Haben Sie Frage, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. |